autarc wurde für Wohngebäude entwickelt – vom Einfamilienhaus bis zum Mehrfamilienhaus. Größere Anlagen, etwa auf Mehrfamilienhäusern oder Gewerbedächern, können Sie ebenfalls planen und simulieren. Dabei gibt es einige Grenzen, die Sie kennen sollten.
In der Simulation gibt es keine Größenbegrenzung. Die Grenze liegt in der PV-Planung: Ab einer gewissen Anlagengröße lassen sich die Module nicht mehr flüssig darstellen, weil die PV-Planung auf Ihrem Computer läuft.
Simulation: keine Größenbegrenzung
Die Systemsimulation berechnet PV-Ertrag, Stromverbrauch und Speicher unabhängig von der Anlagengröße. Eine PV-Anlage mit 200 kWp und ein Speicher mit 500 kWh lassen sich genauso simulieren wie eine Anlage auf einem Einfamilienhaus, inklusive Eigenverbrauchsquote, Autarkiegrad und Wirtschaftlichkeit.
Mehrere Speicher: Planen Sie mehrere Speicher, rechnet die Simulation sie als einen gemeinsamen Speicher mit der Summe der Kapazitäten. Lade- und Entladeleistung kommen aus den Produktdaten.
Betriebsstrategie: Standardmäßig nutzt der SpeicherEigenverbrauch maximieren: Er nimmt Solarstrom auf, den das Gebäude nicht selbst nutzt, und gibt ihn ab, sobald die Erzeugung nicht ausreicht. MitTarifarbitragelädt er zusätzlich in den günstigsten Stunden eines zeitvariablen Tarifs aus dem Netz. Dort legen Sie auchNetzladung bisund denReserve-Ladezustandfest.Gewerbliche Projekte: Über
Projekt erstellen>Gewerbliches Projekt erstellenlegen Sie ein Projekt mit demProjekttypGewerblichan. In der Simulation heißt der Verbraucher dannBetriebstattHaushalt.
Lastprofil für Gewerbe hochladen
Die Optionen unter Nutzungsverhalten (z. B. Standard, Ganztägig, Home Office) beruhen auf dem Standardlastprofil für Haushalte. Für einen Gewerbebetrieb sollten Sie deshalb einen echten Lastgang hochladen, z. B. die Zählerdaten des Kunden oder Daten vom Netzbetreiber.
Klicken Sie in der Simulation auf den Verbraucher
Betrieb(bzw.Haushalt).Wählen Sie unter
Nutzungsverhaltendie OptionBenutzerdefiniertes Lastprofilund dannCSV / Excel hochladen.Keine passende Datei zur Hand? Laden Sie unter
Vorlagen:eine Vorlage herunter (1 Stunde,30 Minuten,15 Minutenoder1 Minute), fügen Sie Ihre Werte ein und laden Sie die Datei hoch.Ziehen Sie die Datei in das Feld oder klicken Sie auf
Dateien durchsuchen(CSV, XLSX oder XLS, bis 25 MB). autarc erkenntTabellenblatt,WertespalteundZeitauflösungund prüft die Werte.Wählen Sie unter
Jahresverbrauch, ob die Summe der Datei gilt oder ob das Profil auf den eingegebenen Jahresverbrauch skaliert wird, und klicken Sie aufProfil übernehmen.
PV-Planung: Die Grenze ist Ihr Computer
Die PV-Planung läuft lokal auf Ihrem Computer. autarc stellt dabei jedes Modul in 3D dar. Wie viele Module sich flüssig planen lassen, hängt deshalb von der Leistung Ihres Geräts ab (Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher). Eine feste Obergrenze für die Anzahl der Module gibt es nicht.
Bei großen Anlagen reagiert die Planung zunächst langsamer und ruckelt beim Verschieben oder Drehen. Ab einer gewissen Größe lassen sich die Module nicht mehr richtig darstellen. So planen Sie große Anlagen möglichst flüssig:
Leistungsstarkes Gerät: Nutzen Sie einen aktuellen Computer, idealerweise mit dedizierter Grafikkarte. Tablets und ältere Laptops stoßen früher an ihre Grenzen.
Andere Programme schließen: Schließen Sie nicht benötigte Browser-Tabs und Programme, damit mehr Arbeitsspeicher für die Planung frei ist.
Ohne Modulbelegung planen: Müssen Sie die Module nicht einzeln platzieren, wählen Sie
Über Kennwerte konfigurieren. Sie geben dann je DachflächeAnlagengröße (kWp),Ausrichtung (Kompass °)undNeigung (°)ein und simulieren direkt. Mehr dazu unter PV-Anlage über Kennwerte konfigurieren.
Wir arbeiten an Leistungsverbesserungen, damit auch größere Anlagen flüssig geplant werden können. Diese sind bis Ende 2026 geplant.
Was autarc für gewerbliche Anlagen noch nicht abbildet
autarc kommt aus der Planung von Anlagen für Wohngebäude. Einige Funktionen, die Sie bei großen gewerblichen Anlagen erwarten, gibt es deshalb noch nicht:
Netzanschlusspunkt und Einspeisebegrenzung: autarc bildet den Netzanschlusspunkt und dessen Anschlussleistung nicht ab. Die Simulation regelt die Einspeisung nicht ab. Ob die Anlage zur verfügbaren Netzanschlussleistung passt, prüfen Sie außerhalb von autarc.
Lastmanagement und Peak Shaving: Der Speicher wird nicht zur Kappung von Lastspitzen eingesetzt. Einsparungen durch eine geringere Spitzenlast berechnet autarc daher nicht.
Leistungspreis: Gewerbliche Stromtarife mit Leistungspreis (z. B. bei registrierender Leistungsmessung) werden in der Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht abgebildet. Es zählen Arbeitspreis und Grundpreis.
Netzeinspeisung aus dem Speicher: Der Speicher entlädt nur in das Gebäude, nicht in das Netz.
Gewerbliche Standardlastprofile: Standardlastprofile für Gewerbe (z. B. BDEW G0 bis G6) gibt es nicht. Laden Sie stattdessen den Lastgang des Betriebs hoch (siehe oben).
Für die Heizlastberechnung und Förderung bei Mehrfamilienhäusern und Gewerbe lesen Sie Mehrfamilienhaus und Gewerbe: Heizlastberechnung, Förderung und Grenzen.
Häufige Fragen
Kann ich eine 200-kWp-Anlage mit 500-kWh-Speicher in autarc planen?
Ja, simulieren können Sie eine solche Anlage ohne Einschränkung, am besten mit dem hochgeladenen Lastgang des Gebäudes. Ob Sie die rund 450 Module (bei Modulen mit ca. 450 Wp) auch einzeln in der PV-Planung platzieren können, hängt von Ihrem Computer ab. Wird die Planung zu langsam, wählen Sie Über Kennwerte konfigurieren. Netzanschlusspunkt, Peak Shaving und Leistungspreis bildet autarc derzeit nicht ab.
Ab wie vielen Modulen wird die PV-Planung langsam?
Das hängt von Ihrem Gerät ab. Als Richtwert: Auf einem aktuellen MacBook Pro lässt sich eine Flachdachanlage mit rund 560 Modulen (ca. 250 kWp) noch planen, die Darstellung wird dabei aber teilweise ruckelig. Auf älteren oder schwächeren Geräten tritt das früher auf. Deutlich größere Anlagen planen Sie besser mit Über Kennwerte konfigurieren. Wie das geht, lesen Sie unter PV-Anlage über Kennwerte konfigurieren.
Kann ich mit einem großen Speicher Lastspitzen kappen?
Noch nicht. Der Reserve-Ladezustand hält zwar Energie im Speicher zurück, die Simulation setzt sie aber nicht gezielt gegen Lastspitzen ein.
