Die Eigenverbrauchsquote gibt an, wie viel Prozent des erzeugten Solarstroms Sie selbst nutzen – direkt oder über den Speicher.
Der Rest wird ins Netz eingespeist. Eine hohe Eigenverbrauchsquote ist meist wirtschaftlich günstig, weil selbst genutzter Solarstrom teuren Netzstrom ersetzt, während eingespeister Strom nur die Einspeisevergütung bringt.
So wird die Eigenverbrauchsquote berechnet
Eigenverbrauch = PV-Erzeugung − Einspeisung − Speicherverluste
Eigenverbrauchsquote = Eigenverbrauch / PV-Erzeugung × 100 %
Der Eigenverbrauch umfasst also den Solarstrom, der direkt verbraucht wird (Direktverbrauch), und den Solarstrom, der in den Speicher geladen wird – abzüglich der Verluste beim Laden und Entladen.
autarc berechnet alle Werte für jeden Zeitschritt des Jahres – stündlich oder in der gewählten Simulationsauflösung – und summiert sie anschließend über das ganze Jahr. Mehr dazu in Energieflüsse.
Beispiel
Eine PV-Anlage erzeugt im Jahr 8.000 kWh. Davon werden 2.000 kWh direkt verbraucht und 1.200 kWh in den Speicher geladen, 4.800 kWh werden eingespeist. Beim Laden und Entladen gehen 200 kWh verloren.
Eigenverbrauch = 8.000 − 4.800 − 200 = 3.000 kWh
Eigenverbrauchsquote = 3.000 / 8.000 × 100 % = 37,5 %
Warum die Jahresquote kein Mittelwert der Monate ist
Die Jahresquote ergibt sich aus der Summe des Eigenverbrauchs aller Zeitschritte geteilt durch die Summe der PV-Erzeugung. Ein einfacher Mittelwert der Monatsquoten wäre falsch: Im Winter ist die Quote oft hoch, weil wenig Solarstrom erzeugt und fast alles direkt verbraucht wird. Im Sommer ist sie niedriger, weil deutlich mehr erzeugt als verbraucht wird. Die Summenmethode gewichtet jeden Monat nach seiner tatsächlichen Erzeugung.
Was zählt zur Eigenverbrauchsquote?
Eigene Erzeuger nur auf Wunsch: Standardmäßig zählt nur die PV-Anlage. Aktivieren Sie bei einem eigenen Erzeuger (z. B. einem Windrad)
In KPIs einrechnen, zählt er ebenfalls: Seine Erzeugung wird zur Erzeugung addiert, und der selbst genutzte Teil zählt zum Eigenverbrauch.Nur Solarstrom im Speicher: Lädt der Speicher mit der Betriebsstrategie
Tarifarbitragezusätzlich günstigen Netzstrom, zählt diese Energie nicht als Eigenverbrauch. Auch ihre Lade- und Entladeverluste werden nicht von der Quote abgezogen.Alle Verbraucher: Solarstrom, den Haushalt,
Heizsystem,Wallbox / EV,Klimaanlageoder eigene Verbraucher nutzen, zählt zum Eigenverbrauch.
Was beeinflusst die Eigenverbrauchsquote?
Anlagengröße im Verhältnis zum Verbrauch: Je größer die Anlage im Vergleich zum Verbrauch, desto mehr Strom wird eingespeist und desto niedriger ist die Quote.
Speicher: Ein Speicher nimmt Solarstrom vom Tag auf und gibt ihn abends und nachts ab. Die Quote steigt.
Zusätzliche Verbraucher: Eine Wärmepumpe, eine Wallbox oder eine Klimaanlage nutzen mehr Solarstrom selbst.
Zeitpunkt des Verbrauchs: Ein Verbrauch tagsüber (z. B.
Home Office) erhöht die Quote, ein Verbrauch vor allem abends senkt sie.Ausrichtung: Ost-West-Anlagen erzeugen mehr Strom am Morgen und am Abend und erreichen oft eine höhere Quote als reine Südanlagen.
Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad
Die Eigenverbrauchsquote bezieht sich auf die Erzeugung: Wie viel des Solarstroms nutzen Sie selbst?
Der Autarkiegrad bezieht sich auf den Verbrauch: Wie viel Ihres Strombedarfs deckt die PV-Anlage?
Eine sehr große Anlage hat deshalb oft einen hohen Autarkiegrad, aber eine niedrige Eigenverbrauchsquote.
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