autarc unterstützt die Planung und Förderbeantragung für Mehrfamilienhäuser (MFH) sowie Gebäude mit gemischter Nutzung — mit einigen wichtigen Unterschieden gegenüber dem Einfamilienhaus.
Heizlastberechnung für Mehrfamilienhäuser
Die Heizlastberechnung in autarc ist nach DIN EN 12831 ausgelegt und kennt keine feste Obergrenze bei der Anzahl der Räume oder Wohneinheiten. Auch große MFHs können grundsätzlich vollständig erfasst werden.
Beachten Sie dabei:
Raumweiser Ansatz: Erfassen Sie jede Wohneinheit als eigenen Bereich im Grundriss. Die Heizlast wird für jede Einheit separat berechnet.
Großer MFH-Bestand: Bei besonders großen Mehrfamilienhäusern empfiehlt sich ergänzend eine Rohrnetzberechnung, da der hydraulische Abgleich in autarc durchflussbasiert arbeitet.
Gewerbliche Flächen im Gebäude: Wohnähnliche Gewerbeflächen (z. B. Büros, Praxen) können mit autarc erfasst werden, sofern keine mechanische Lüftungsanlage vorhanden ist. Industriehallen oder Gebäude mit komplexer Lüftungstechnik sind derzeit nicht abgebildet.
KfW-Förderung bei Mehrfamilienhäusern
Die KfW-Förderung 458 gilt pro Wohneinheit und ist gestaffelt. Die Förderung wird für jede Wohneinheit des Gebäudes separat berechnet, nicht pauschal pro Anlage.
Wichtige Regelungen im Überblick:
Jede Wohneinheit zählt separat: Eine Einliegerwohnung im EFH gilt als zweite Wohneinheit — es wird ein Antrag für zwei Wohneinheiten gestellt.
Schrittweise Sanierung: Wenn zunächst nur einzelne Einheiten umgestellt werden, kann die Förderung für die verbleibenden Einheiten später separat beantragt werden. Beachten Sie dabei die jeweils geltenden Fristen und Programmkonditionen zum Antragszeitpunkt.
Maximale förderfähige Kosten: Diese sind nach KfW je Wohneinheit gedeckelt. Informationen zu den aktuellen Staffelwerten finden Sie direkt auf kfw.de.
Gebäude mit gemischter Nutzung (Wohnen und Gewerbe)
Enthält ein Gebäude sowohl Wohn- als auch Gewerbeflächen, sind unterschiedliche Förder-IDs erforderlich. Die Beantragung erfolgt in autarc über separate Projekte.
Gehen Sie wie folgt vor:
Legen Sie in autarc ein Projekt für die Wohneinheiten an und beantragen Sie dafür eine BzA-ID (Bestätigung zum Antrag für Wohngebäude).
Legen Sie ein zweites Projekt für die Gewerbefläche an und beantragen Sie eine GBzA-ID (Bestätigung zum Antrag für Nichtwohngebäude).
Tragen Sie bei der Gewerbefläche den jährlichen Energieverbrauch in Litern oder kWh ein — dieser Wert ist Pflichtangabe für die gewerbliche Beantragung.
Mehrere Gebäude mit einer gemeinsamen Wärmepumpe
Werden mehrere Wohneinheiten oder Gebäude von einer zentralen Anlage versorgt, ist besondere Sorgfalt bei der Antragstellung erforderlich. Mehrere Projekte ergeben in diesem Fall separate BzA-IDs. Wenden Sie sich in solchen Situationen frühzeitig an das autarc-Support-Team, damit die korrekte Zuordnung der Einheiten sichergestellt wird.
Tipps
Wohneinheiten korrekt angeben: Geben Sie im Förderantrag die Gesamtzahl der Wohneinheiten des Gebäudes an — nicht nur die, für die aktuell eine Wärmepumpe eingebaut wird.
Gewerbliche Verbräuche dokumentieren: Halten Sie den Energieverbrauch gewerblicher Flächen schriftlich fest, bevor Sie den Antrag stellen — fehlende Angaben führen zu Rückfragen.
Nicht-wohnähnliche Gewerbeobjekte: Für Industriehallen, Schulgebäude oder öffentliche Gebäude ohne wohnähnliche Nutzung ist autarc derzeit nicht ausgelegt. Sprechen Sie das autarc-Team an, um die Eignung Ihres Projekts zu klären.
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an unser Support-Team.