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Mit perspektivischen Fotos planen

So planen Sie PV-Anlagen auf 2D-Drohnenfotos oder Fotos vom Boden: Fotos hochladen, Dächer kalibrieren und Module perspektivisch korrekt platzieren.

Verfasst von Simon Heuschkel

Mit perspektivischen Fotos planen Sie auf normalen 2D-Drohnenfotos oder auf Fotos, die Sie oder Ihr Kunde vom Boden aus gemacht haben. Sie kalibrieren jedes Dach einmal über zwei bekannte Längen, danach folgen Module, Fenster und Strings der Perspektive des Fotos.

So passt die Anzahl der Module zur echten Dachfläche, und die Planung sieht auch im Angebot realistisch aus. Den Ertrag berechnet autarc aus der Neigung und Ausrichtung, die Sie für jedes Dach eingeben.

Diese Option eignet sich, wenn Sie kein 3D-Modell haben. Mit einer ganzen Fotoserie des Gebäudes planen Sie genauer über den Photogrammetrie-Service. Alle Planungshintergründe im Überblick finden Sie unter PV-Planung.

Fotos hochladen

  1. Wählen Sie im Dialog Los geht's! die Option Mit perspektivischen Fotos planen.

  2. Laden Sie unter Fotos hochladen ein oder mehrere Fotos hoch (höchstens 4 pro Design). Mehrere Fotos liegen nebeneinander auf der Zeichenfläche. So planen Sie z. B. zwei Dachseiten, die Sie vom Boden aus getrennt fotografiert haben, in einem Design mit einem gemeinsamen Wechselrichter.

  3. Klicken Sie auf Planung starten. Das Zeichnen des ersten Dachs beginnt automatisch.

Weitere Fotos fügen Sie später über Hinzufügen > Hintergrundfoto hinzu. In der Seitenleiste unter Einstellungen > Perspektivische Fotos laden Sie Fotos herunter oder löschen sie. Ein Foto mit eingezeichneten Dächern lässt sich erst löschen, wenn Sie diese Dächer entfernt haben.

Dach zeichnen und kalibrieren

Jedes Dach durchläuft drei Schritte. Ab Schritt 2 gelangen Sie mit Zurück zum vorherigen Schritt.

  1. Schritt 1: Dach hinzufügen: Klicken Sie jede Ecke des Dachs im Foto an und schließen Sie das Dach am Startpunkt.

  2. Schritt 2: Dach kalibrieren: Auf dem Dach erscheint ein Rechteck mit Raster. Ziehen Sie seine vier Ecken auf etwas Rechteckiges auf dem Dach, dessen Maße Sie kennen, z. B. die Dachfläche von Traufe bis First oder ein Dachfenster. Geben Sie dann Seitenlänge A und Seitenlänge B in Metern ein und klicken Sie auf Bestätigen. Das Raster zeigt die Perspektive während des Ziehens live an.

  3. Schritt 3: Dachrichtung wählen: Wählen Sie den Pfeil, der dachabwärts zeigt (in Fließrichtung des Regenwassers). Die Module werden entlang dieser Achse platziert.

Während der Kalibrierung sind alle anderen Flächen ausgeblendet. Verlassen Sie ein Dach vor dem Bestätigen, fragt autarc, ob Sie Weiter bearbeiten oder das Dach verwerfen möchten.

Ein weiteres Dach beginnen Sie über Hinzufügen > Dach, auf demselben oder einem anderen Foto. Um die Kalibrierung später zu ändern, wählen Sie das Dach aus und klicken Sie auf Dach bearbeiten. Platzierte Module bleiben dabei an ihrer Position und passen sich der neuen Perspektive an.

Norden, Neigung und Ausrichtung für den Ertrag

In einem Foto erkennt autarc weder Neigung noch Himmelsrichtung. Tragen Sie diese Werte deshalb in den Details jedes Dachs ein:

  • Nordkorrektur: Klicken Sie auf Norden setzen und ziehen Sie das N dorthin, wo im Foto Norden liegt. Foto und Module bewegen sich dabei nicht. Solange Norden nicht gesetzt ist, rechnet der Ertrag mit 0°.

  • Neigungswinkel und Ausrichtung: Diese Werte wirken sich nur auf die Ertragsberechnung aus. Wie die Module im Foto aussehen, bestimmt allein die Kalibrierung.

Module und weitere Elemente platzieren

Nach der Kalibrierung arbeiten Sie wie in jedem anderen Modus: Sie platzieren PV-Module, Fenster und Ausschlusszonen, legen Strings an und messen Abstände. Alle Elemente folgen der Perspektive des Dachs. Wie das im Einzelnen geht, lesen Sie unter PV-Planung.

Was in diesem Modus anders ist

  • Verfügbare Elemente: Dach, Fenster, Ausschlusszone, Wärmepumpe, alle Elemente unter System sowie Messen und Kamera & Fotos. Gaube, Zaun, Carport, Fassade und Baum sind Mit diesem Hintergrund nicht verfügbar.

  • Ansicht: Die Planung ist nur in 2D möglich, die Zeichenfläche lässt sich nicht drehen. Die Verschattungssimulation ist nicht verfügbar.

  • Angebot: Jedes Foto mit mindestens einem Dach landet automatisch in der Galerie unter Kamera & Fotos. Dort wählen Sie, ob es im Angebot als Titel, Übersicht oder Details erscheint.

  • Duplizieren: Designs mit perspektivischen Fotos lassen sich wie alle anderen Designs duplizieren.

Häufige Fragen

Warum sehe ich meine Dächer nach einem Hintergrundwechsel nicht mehr?

Dächer, die Sie auf perspektivischen Fotos gezeichnet haben, kann kein anderer Hintergrund darstellen. Sie bleiben gespeichert, ihre Module zählen weiter zum Ertrag. Wechseln Sie unter Einstellungen > Planungshintergrund zurück zu Perspektivische Fotos, um sie wieder zu sehen.

Was ist der Unterschied zu Mit einem Bauplan planen?

Ein Bauplan oder ein orthografisches Bild wird als flache, maßstabsgetreue Draufsicht verwendet. Die Module werden dort nicht an eine Kameraperspektive angepasst. Normale Drohnen- oder Bodenfotos sind perspektivisch verzerrt, daher planen Sie diese mit perspektivischen Fotos.

  • Mit einem Bauplan planen: Sie laden ein Bild hoch, das von oben und ohne Verzerrung aufgenommen ist, z. B. einen Bauplan oder ein orthografisches Drohnenfoto. Eine Referenzlinie mit bekannter Länge legt den Maßstab für das ganze Bild fest. Jeder Meter ist überall im Bild gleich lang, daher liegen die Module wie auf einer Karte.

  • Mit perspektivischen Fotos planen: Sie laden normale Fotos hoch, schräg von oben oder vom Boden aus. Darin wirken weiter entfernte Dachteile kleiner. Deshalb kalibrieren Sie jedes Dach einzeln über zwei Seitenlängen, und die Module werden zum hinteren Dachrand hin kleiner dargestellt.

Planen Sie ein normales Drohnenfoto als Bauplan, stimmt der Maßstab nur an der Referenzlinie. Weiter hinten passen dann zu viele oder zu wenige Module aufs Dach, und das Bild im Angebot wirkt unnatürlich. Mit perspektivischen Fotos passt die Modulanzahl zur echten Dachfläche.

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