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PV-Planung

In diesem Artikel geht es um die Auslegung und Planung einer Photovoltaikanlage mit autarc.

Verfasst von Thies Hansen

Schauen Sie sich diese detaillierte Einführung in die PV-Planung an.


Folgenden werden alle Funktionen im Detail erklärt.


Planungshintergrund wählen:

Zu Beginn einer neuen Planung können Sie zwischen verschiedenen Planungshintergründen wie Kartenabieter, eigenen Fotos bzw. Bauplänen oder 3D-Modellen wählen.


In der PV-Planung unter Einstellungen können Sie zwischen verschiedenen Planungshintergründen wechseln.

Unter Einstellungen > PV-Planung können Sie einen Standard-Kartenabieter festlegen.

Kartenanbieter

Mapbox Satellit

Oft ist die Bildqualität gut, jedoch sind die Aufnahmen durch den Winkel der Satelliten verzerrt, was zu ungenauen Dachgrößen führen kann. Mapbox ist global verfügbar.

Orthomaps

Orthomaps sind orthographisch entzerrte, hochauflösende, maßstabgetreue Luftbilder. Die Bodenauflösung variiert zwischen 5-20cm. Die Dachgrößen sind sehr akkurat und daher optimal für die PV-Planung geeignet.
autarc unterstützt Google Orthomap die länderübergreifend verfügbar ist, sowie lokale Orthomapanbieter.

Eigenes Hintergrundbild
(Orthographische 2D-Drohnenfotos oder Baupläne):

In diesem Modus können Sie ein 2D-Foto hochladen, typischerweise Baupläne oder orthographische 2D-Drohnenfotos. Während des Hochladens, müssen Sie hier eine bekannte Länge einzeichnen, sowie die Ausrichtung (Norden im Bild) festlegen.

  • Baupläne:
    Diese Planungsgrundlage ist besonders für Neubauten in Kombination mit Bauplänen geeignet und daher extrem genau.

  • 2D-Drohnenfotos:
    Diese Funktion ist ideal für orthographische 2D-Drohnenfotos.
    Die Nutzung von regulären 2D-Drohnenfotos in diesem Modus ist begrenzt, da die Fotos bzw. die Module nicht an die Perspektive der Kamera angepasst werden. Das kann zu ungenauen Planungen führen. Wenn Sie Drohnenfotos aufnehmen, empfehlen wir die Nutzung des Photogrammetrie-Services, da dieser eine genauere Planung in einem 3D-Modell ermöglicht

Planen in einem 3D-Modell:

Sie haben zwei Möglichkeiten in einem 3D-Modell zu planen:

Erstellen Sie 3D-Modelle in 15-Minuten aus Ihren Drohnenfotos, alles innerhalb von autarc. Diese Option ist in allen Plänen inklusive und die beste Planungsgrundlage. Maße werden automatisch ermittelt. Mehr dazu hier.

Falls Sie schon ein 3D-Modell von externen Anbietern haben, können Sie dieses hochladen. Mehr dazu hier.

Dächer Zeichnen und bearbeiten

Um Module zu platzieren, benötigen Sie immer zuerst ein Dach. Das gilt sowohl für 3D-Kartenmaterial sowie in 3D-Modellen.

Fangfunktion bzw. Line Snapping:

Beim zeichnen und bearbeiten erkennen wir automatisch 45°, 90° und 180° Winkel, sowie Parallele Linien. Die Linie die gerade gezeichnet wird, springt dann genau in diese Werte und hilft so, genaue Dachmaße zu zeichnen. Falls Sie diese Funktion temporär deaktivieren möchten, halten Sie Shift (⇧) gedrückt.

Dächer hinzufügen

Zeichenmodi

  • Manuell Zeichnen: Ideal für freie Dachformen, die nicht oder teilweise rechteckig sind. Verfügbar auf 2D-Kartenmaterial und in 3D-Modellen.

  • Rechteck: Ideal für rechteckige Dachformen. Hier wird aus drei Punkten eine rechteckige Fläche aufgezogen. Verfügbar auf 2D-Kartenmaterial und in 3D-Modellen.

  • Automatisch erkennen: ausschließlich in 3D-Modellen verfügbar. Hier werden Dachflächen mit einem Klick erkannt. Störflächen wie Fenster oder Schornsteine werden nicht erkannt.

Erstes Dach zeichnen

Über Hinzufügen > Dach starten Sie die Dachzeichnung. Klicken Sie auf eine Dachkante, um das Zeichnen zu starten; weitere Klicks setzen weitere Eckpunkte.

Ein grüner Punkt wird angezeigt, wenn Sie in die Nähe einer Dachfläche gelangen und diese schließen können.

Zusammenhängende Dachflächen zeichnenn (2D-Kartenmaterial)

Sie können direkt im Anschluss weitere Dachflächen zeichnen, indem Sie von einer vorhandenen Dachkante starten.

Wenn Sie zusammenhängende Dächer zeichnen, müssen bei komplizierteren Dächern die gesamte Dachfläche zeichnen, obwohl existierende Dachkanten schon von einer bestehende Dachfläche sichtbar sind.

Dachflächen in 3D-Modellen zeichnen

Zusammenhängende Dächer werden in 3D-Modellen nicht unterstützt. Stattdessen empfehlen wir getrennte Dachflächen zu zeichnen. So wird Neigung und Ausrichtung optimal erkannt.

Dächer bearbeiten und Infos hinzufügen

Nachdem Sie ein oder mehrere Dachseiten gezeichnet haben können Sie diese anklicken. Der erste Klick wählt die Dachgruppe aus, der zweite Klick auf eine Dachseite wählt diese aus.
Durch ziehen der Dachkanten und Linien lässt sich Dachform und Größe anpassen.
In der Seitenleiste (links) erscheinen nun Infos und Eingabefelder zu diesem Dach.

  • Dachmaterial

  • Dachneigung

  • Traufhöhe

  • Randabstand

  • Ausrichtung

Die Pfeile auf dem Dach zeigen die Dachausrichtung (Azimuth) an. Um die Ausrichtung anzupassen, klicken Sie Ändern.

Über die ... lassen Sich Dächer Löschen und Umbenennen.
Alternativ können Sie die Löschen (⌫) Taste drücken um ein Dach zu löschen.

Dächer in 3D-Visualisieren

Sobald Sie Dachneigung und Traufhöhe eingegeben haben, kann das Gebäude in 3D Visualisiert werden, indem Sie auf 3D unten rechts klicken.

Ausschlusszonen, Fenster und Schornsteine zeichnen

Genau wie Dächer, können Sie Fenster, Ausschlusszonen und Schornsteine einzeichnen. Klicken Sie Hinzufügen > Fenster, Ausschlusszone oder Schornstein.

Störflächen werden erst dann relevant in Kombination mit der automatischen Modulbelegung. Hier werden Störflächen in der Modulbelegung ausgespart.

Alternativ lassen Sich Module auch manuell. In diesem Fall ist es nicht zwingend notwendig Störflächen weil man die Module selbst so platzieren kann damit Ausschlusszonen, Fenster und Schornsteine ausgespart werden. Das kann Zeit bei der Belegung sparen.

Module auslegen

Über Hinzufügen > Module können Sie Module zu Dächern hinzufügen.

Modul Layout, Abstände und Ausrichtung

autarc unterstützt alle herkömmlichen Modul Layouts wie Schrägdächer, Flachdächer, reine Süd-Ausrichtungen, Ost-West Ausrichtungen, sowie thermische Abstände.

Sobald Sie Module platzieren oder Module platziert haben und diese anwählen, erscheint links in der Seitenleiste ein Menu. Hier können Sie detaillierte Einstellungen vornehmen.

Bündig

Bündig ist die richtige Wahl für alle Schrägdächer und bedeutet die Module nehmen die Neigung und Ausrichtung des Daches an.

Modul:

  • Ausrichtung: Hoch oder Querformat der Module.

  • Versatz: Versetzt die Module. Nützlich für Pyramiden-Dächer.

  • Modulabstände: Die Abstände zwischen den Modulen, bestimmt durch die Mittelklemmen.

Gruppe:

  • # Reihen und Spalten: Wieviele Module in eine Gruppe gebündelt werden sollen.

  • Reihen und Spalten-Abstände: Definiert zusätzliche Abstände zwischen den Gruppen. Besonders nützlich in dem Einseitig und Bündig Modus. Diese Funktion kann auch für thermische Abstände verwendet werden.

  • Bodenabstand: Der Abstand zwischen Modul und Dach bzw. Boden.

Einseitig - Südausrichtung

Mit "Einseitig" erstellen sie eine Südausrichtung der Module, besonders nützlich für Flachdächer.

Als weiteres Feld kommt die Modul-Neigung hinzu. Diese wird zusätzlich zur Dachneigung angewendet.

Doppelt - Ost-West ausrichtung

Mit "Doppelt" erstellen sie eine Ost-West-Ausrichtung der Module, besonders nützlich für Flachdächer.

Als weitere Felder kommen hinzu:

Invertiert: ob die Ost und West Module nach Innen oder Außen hochgestellt sind.

First bzw. Tal-Abstand: Der Abstand zwischen der "Ost" und der "West" Modulreihe. Ebenso bestimmt durch ihre Unterkonstruktion.

Module platzieren (Platzierungsmodi)

Es gibt drei Möglichkeiten Module auf einem Dach zu platzieren.

  • Module manuell platzieren (Manuell platzieren)
    Sobald Sie ein Modul platziert haben, können Sie dieses anklicken und über die + Felder weitere Module in den eingestellten Abständen platzieren.

  • Module mit eine Modulfläche aufziehen (Feld)

    Besonders geeignet für große Dachflächen. Ziehen Sie eine Modulfläche auf, indem Sie drei Punkte zeichnen. Die Module werden folglich nur in dieser Fläche platziert.

  • Module automatisch auslegen (Automatisch füllen)

    Hierzu schweben Sie mit Ihrer Maus über eine Dachseite um eine Vorschau zu sehen. Die Einstellungen in der Seitenleiste werden für alle Module übernommen.
    Sobald Sie klicken, platzieren Sie die Module auf diesem Dach. Wiederholen Sie den Prozess für weitere Dachseiten bzw. weitere Modulgruppen.

Wechselrichter hinzufügen

Fügen Sie Wechselrichter hinzu, indem Sie auf Hinzufügen > Wechselrichter klicken.

Sie werden als Komponentenkosten in den Gesamtkosten in der Simulation übernommen.

String-Planung

Wählen Sie den Wechselrichter in der Seitenleiste unter Ebenen aus, oder klicken Sie Hinzufügen > String um einen String hinzuzufügen.

Um einen String zu einem MMPT hinzuzufügen, klicken Sie das + neben MMPT 1, MPPT 2 etc.

Klicken Sie ein Modul nach dem anderen an, um den String zu legen. Durch erneutes klicken auf ein Modul mit String, wird der String von dem Modul gelöst.

Die Zulässigkeit des Strings wird mit jedem Modul neu berechnet, der Sift auf der Skala bewegt sich entsprechend. Durch schweben mit der Maus über einen String, sehen Sie details zu Isc, Voc, Impp bei minimaler und maximaler Modultemperatur.

Um einen String zu löschen wählen Sie den Wechselrichter in der Seitenleiste > Ebenen > Wechselrichter aus , und klicken die ... des Strings.

Speicher hinzufügen

Um einen Speicher hinzuzufügen, klicken Sie Hinzufügen > Speicher . Die Speichergröße wird auch in der Simulation berücksichtigt.

Allgemeine Funktionen

3D-Visualisierung und zwischen 2D/3D wechseln

Selbst mit 2D-Kartenanbietern (Google Maps, Orthofotos) gibt es die Möglichkeit die PV-Planung in 3D zu visualisieren. Dazu klicken Sie unten recht auf das 2D bzw. 3D Symbol. Um ein Objekt in 3D zu visualisieren muss der Neigungswinkel, Traufhöhe und Ausrichtung von jeder Dachseite ausgefüllt sein.

Mehrere Designs erstellen und verwalten

Über das die ... lassen sich bestehende Projekte Umbenennen, Duplizieren und Löschen.
Über die Kopfzeile lassen sich neue Designs erstellen oder wechseln.

Ebenen

In der Seitenleiste lassen sich die einzelnen Ebenen und Komponenten auswählen. Über das Auge verstecken sie Komponenten.


Durch das Schweben der Maus neben Ebenen lässt sich der ganze Abschnitt nach oben und unten verschieben, falls Sie mal mehr oder weniger Platz brauchen. Dadurch können auch manchmal Komponenten-Einstellungen verdeckt werden (wie in diesem Beispiel). In diesem Fall einfach die Ebenen etwas nach unten ziehen.


Shortcuts bzw. Tastenküzel für eine noch schnelle Bedienung finden sie hier.

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